Kirchengemeinderat steht Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren positiv gegenüber

Der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Eningen unter Achalm hat mehrheitlich entschieden, der „Initiative Regenbogen“ beizutreten. Damit wird erklärt: „Wir sind offen für Lesben und Schwule in unserer Gemeinde und für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.“

Auch Pfarrerinnen oder Pfarrer, die mit ihrer Partnerin beziehungsweise ihrem Partner im Pfarrhaus leben wollen, würde der Kirchengemeinderat nicht ausschließen. Die 31 Gemeinden, die sich mittlerweile der „Initiative Regenbogen“ angeschlossen haben, erklären weiter: „Für uns ist es selbstverständlich, dass Lesben und Schwule zur Kirchengemeinde gehören. Menschen unterschiedlicher Lebensformen und sexueller Identitäten sind willkommen!“

Bereits im Herbst 2015 hatte sich der Kirchengemeinderat ausführlich mit der Thematik befasst. Im Leitbild der Kirchengemeinde, das im Frühjahr 2017 in einer neuen Fassung verabschiedet wurde, steht unter anderem: „Wir achten auf einen wertschätzenden Umgang untereinander und auf die Interessen und Bedürfnisse von Menschen aller Generationen und mit unterschiedlichen Lebensentwürfen.

Nachdem die erforderliche Zweidrittelmehrheit für eine Segnung homosexueller Paare in der Landessynode knapp verfehlt wurde, soll mit dem Beitritt zur „Initiative Regenbogen“ deutlich gemacht werden, „dass in unserer Gemeinde wirklich alle willkommen sind“, so der Kirchengemeinderat.

Eningen im Januar 2018

 

Eine persönliche "Standortbestimmung" von Pfarrer Johannes Eißler finden Sie hier.