Das Weizenkorn muss sterben

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht (Johannes 12.24).
Was für ein herausfordernder Wochenspruch! Jesus sagt diesen Satz und hat dabei schon den Tod in Jerusalem im Blick. Er sieht seinen Weg als unausweichlich an. Er muss sterben und wird genau damit dem Leben zum Sieg verhelfen. Ohne Karfreitag gibt es kein Ostern. Ohne Herbst und Winter gibt es keinen Frühling.
Eine Facebook-Freundin hat ein Bild gepostet, auf dem Karussell-Pferdchen zu sehen sind. Dazu ihr Kommentar: „Jetzt einfach mal die Hufen stillhalten.“
In der Geschichte der Kirche haben wir gute Vorbilder von Menschen, die Einsamkeit angenommen und gestaltet haben: von den koptischen Einsiedlern in der Wüste ganz am Anfang der Kirche über Marie Durand im Turm von Aigues-Mortes bis zu Dietrich Bonhoeffer in seiner Zelle. Wir haben die Kraft, mit Gott alleine zu sein. Wir können sogar Kraft bekommen aus dieser einsamen Zeit nur mit Gott allein. Mal ein ganzes biblisches Buch langsam und nur für mich lesen. Ein Gebetstagebuch anfangen. Sich durchs Gesangbuch singen.
Die nächsten Tage und Wochen sind wir gezwungen, alle Aktivitäten massiv einzuschränken. Manches wird „sterben“. Und Einige wird es hart treffen. Vielleicht aber wird Neues wachsen und irgendwann Frucht bringen – möglicherweise sogar „viel Frucht“.
Bleiben Sie gesund und behütet!
Ihr
Pfarrer Johannes Eißler

09.03.20

Bibel im Gespräch

Überwältigt waren Beate Pflüger und Regina Lück über das große Interesse am neuen ökumenischen Bibelkreis. Bibel im Gespräch – abgekürzt heißt das: BiG. Darüber hinaus ist das Wort „big“ englisch und heißt übersetzt: groß. Ja, diese Erfahrung durften wir am vergangenen Montag machen: unser Gott ist groß! Sein Geist wirkt – und hat Menschen veranlasst, sich auf den Weg ins St. Elisabeth zu machen. In entspannter Atmosphäre kamen wir über den Bibeltext „Heilung eines Gelähmten“ ins Gespräch. Jesus sagt zu ihm: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ Gestärkt und voller Zuversicht, dass diese Worte auch an all die Menschen gerichtet sind, die niedergeschlagen oder krank sind, dass sie wirken und besonders auch, dass Gott sich uns allen zuwendet und uns seinen belebenden Geist schickt, sind wir auseinander gegangen.