10.07.15

Lautsprecheranlage, Finanzen, Stille in der Passionszeit

Bericht aus der Juli-Sitzung des Kirchengemeinderats

In seiner öffentlichen Sitzung hat sich der Kirchengemeinderat unter anderem mit Anregungen vom Kirchentag, der Finanzlage der Gemeinde und neuen Lautsprechern für die Andreaskirche beschäftigt. In ihrer Andacht zu Psalm 139 betonte Pfarrerin Regina Lück, wie wichtig es ist, dass wir Menschen begreifen, dass Gott uns liebt wie wir sind. Nicht die Taten und die meisten „Likes“ in Facebook entscheiden über den Wert des Einzelnen.

Neue Lautsprecheranlage in der Andreaskirche: Eine weitere Firma soll beauftragt werden, am 20. September einen dritten Test neuer Boxen durchzuführen. Rückmeldungen der Gemeindeglieder sind erbeten. Bei einem Konzert und in zwei Gottesdiensten waren bereits neue Lautsprecher getestet worden. Die Zuhörer empfanden bei beiden Anlagen keine eindeutige Verbesserung der Akustik. „Das Stimmungsbild zeigt, dass der Kirchenraum nicht einfach zu beschallen ist“, so das Fazit von des Kirchengemeinderats. Eine Entscheidung über eine Anschaffung mit Kosten von rund 20.000 Euro sollte gut bedacht werden, so das einstimmige Votum des Gremiums.

Gut gewirtschaftet: Kirchenpflegerin Tina Reymann kann ein gutes Finanzjahr 2014 bilanzieren. Aufgrund günstiger Zinsen, guter Einkommensteuereinnahmen und hoher Opferbereitschaft der Gemeindeglieder enthält die Bilanz einen Überschuss von 16.219,83 Euro, der für die vielfältigen Aufgaben der Gemeinde zur Verfügung steht. Diese Mehreinnahmen werden benötigt, so Pfarrer Johannes Eißler, denn die Landeskirche rechne in zwei Jahren mit einem deutlichen Rückgang der Einnahmen. Daher sei man dankbar für das Ergebnis. Das Bilden von Rücklagen in den jetzt „guten Zeiten“ sei wichtig, so Eißler. Wer sich über die Details informieren will, kann dies bei der Kirchenpflege in der Mozartstraße 12 tun. Dort liegt der Finanz-Bericht vom 20. Juli bis 28. Juli auf. Der Abschluss wurde vom Kirchengemeinderat einstimmig verabschiedet.

Ökumene: Das an Erntedank 2015 geplante ökumenische Gemeindefest wird auf das Jahr 2017 verschoben. Das Reformationsjahr erscheint dem Gremium als geeigneter Hintergrund für eine gemeinsame Feier. Zum traditionellen Adventssingen wird am 5. Dezember 2015 in die Andreaskirche eingeladen.

„Stille in der Passionszeit“: Pfarrerin Regina Lück wird im nächsten Jahr in der Karwoche drei Abendandachten mit einer festen Liturgie um 19 Uhr im Johanneshaus anbieten. „Damit stolpern wir nicht einfach so ins Osterfest, sondern können uns auf die Festtage vorbereiten“, so die Seelsorgerin. Die Liturgie wird ähnlich sein wie bei der „Stille im Advent“.

„Grüner Gockel“ für Eningen: Nachhaltiges und sparsames Wirtschaften mit Energie wird von der Landeskirche mit dem Zertifikat „Grüner Gockel“ belohnt. Der Kirchengemeinderat will im Herbst verantwortliche Vertreter für dieses Programm zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung einladen. Die Beratung wird vom Land bezuschusst, der Prozess wird von Fachleuten begleitet und ermöglicht der Gemeinde, ihre Situation zu dokumentieren, dauerhaft Energiekosten zu sparen und damit einen Beitrag zur Schonung der Schöpfung zu leisten. Außerdem können sich Mitglieder der Gemeinde einbringen. „Wir wollen den Gockel“, sagte Gemeinderat Oliver Göder. Man könne dabei die bisherigen Investitionen in Solaranlagen, Wärmedämmung und neue LED-Lichter in die Bewertung einbringen.

Nachdenken über Kirchen-Asyl: Am 16. Februar 2016 wird Joachim Schlecht, der neue Asylpfarrer des Kirchenkreises Stuttgart und landeskirchlicher Beauftragter für Asyl und Migration, zum ökumenischen Vortrag in Eningen sein. In diesem Zusammenhang will sich der Kirchengemeinderat mit dem Thema Kirchen-Asyl beschäftigen. Auch wurde angeregt, eventuell zusammen mit dem AK Asyl die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. Die 1979 gegründete Nichtregierungs-Organisation beschäftigt sich mit der Situation der Flüchtlinge in ihren Heimatländern.

Homosexualität und Kirche: Der Kirchengemeinderat wird sich im Oktober in einer nichtöffentlichen Sondersitzung mit dem Thema „Homosexualität und Kirche“ beschäftigen.

„Kirche macht was aus Deiner Idee“: Pfarrer Johannes Eißler stellte die Aktion der Landeskirche vor, die neue Konzepte für kirchliches Handeln in den jeweiligen Milieus belohnen will. Die Idee erscheint dem Gremium gut, die Umsetzung aber nicht optimal.

Konfirmationen 2016: Die Termine sind am 17. April (Bezirk West mit Pfarrerin Lück) und am 24. April (Bezirk Ost mit Pfarrer Eißler).