Wer war Andreas?

Die evang. Andreaskirche Eningen ist nach dem Jünger Jesu Andreas benannt.

 

Nach den Angaben des Neuen Testaments stammten Andreas und Simon Petrus aus Bethsaida am See Gennezaret. Damals lag der Ort direkt am See, inzwischen ist der Hafen verlandet.

Andreas und Petrus besaßen ein Haus in Kapernaum. Von Beruf waren sie Fischer.

 

Das Johannesevangelium berichtet, dass Andreas anfangs ein Jünger von Johannes dem Täufers gewesen ist. Der Täufer wies ihn auf Jesus hin, worauf Andreas auch seinen Bruder Simon zu Jesus führte. Die Botschaft war eindeutig: „Wir haben den Messias gefunden.“

 

Weil Andreas noch vor Petrus ein Anhänger Jesu wurde, bekam er den ehrenvollen Beinamen „Der Erstberufene“.

 

In den Apostellisten des Neuen Testaments erscheint Andreas immer unter den ersten vier Aposteln.

 

Der Gedenktag des heiligen Andreas ist der 30. November.

 

 

Andreas trägt auf dem Bild links nicht das legendäre Schrägkreuz als Attribut, sondern weist auf die Bibel und Jesus Christus, der durch die Buchstaben Alpha und Omega angedeutet wird.

 

 

 

 

 

 

Die Stationen im Leben Andreas lassen sich nur anhand der Überlieferungen festmachen, die gewissermaßen das „kulturelle Gedächtnis“ (Jan Assmann) darstellen, ohne dass sie im heutigen historischen Sinn fixierbar wären.

 

  • Geboren und aufgewachsen in Bethsaida am See Genezareth.

  • Begegnung mit Johannes dem Täufer und Jesus von Nazareth. Lebenswende.

  • Nach Ostern Verkündigung der christlichen Botschaft in Richtung Norden (von Israel aus gesehen), in den Ländern am Schwarzen Meer (Scythien, Thrakien, Bithynien, Thessalien usw.).

  • Schließlich zog er nach Achaja in Griechenland und wohnte in Patras, der Hauptstadt von Achaja.

  • Auseinandersetzung mit dem Statthalter Ageas, der ihn foltern und kreuzigen ließ. Das Kreuz soll die Form eines X gehabt haben.

  • Gestorben 30. November 62 n.Chr. in Patras/ Griechenland.

Die orthodoxen und katholischen Kirchen verehren die Reliquien des Heiligen Andreas. Reliquien (Körperteile eines Heiligen) befinden sich in

 

  • Patras / Griechenland (60-357 und seit 1964)

  • Konstantinopel (357-1204)

  • Amalfi / Italien (seit 1208)

  • Köln (seit 1257)

  • Rom (seit 1442)

  • Edinburgh /Schottland (seit 1879 und 1969)

  • Kopfing / Österreich (seit 2008)

  • Astana / Kasachstan  (seit 2010)

Die evangelischen Kirchen lehnen den Reliquienkult seit der Reformation ab.